An der Grenze Poi Pet in Kambodscha – freundlich und ein bisschen korrupt

Der Grenzübergang Poi Pet an der Grenze zwischen Thailand und Kambodscha

An der Grenze angekommen war ich erst mal ein kleines bisschen verwirrt. Ein staubiger Platz kaum Schilder, keine Lichter, keine Beamten sichtbar. So ganz anders als ich die Grenze erwartet haette. Ok, tagsueber ist hier garantiert mehr los. Aber um halb 8 Abends war hier fast niemand mehr unterwegs.

Zuerst muss man bei den Thailaendischen Behoerden auschecken. Dazu geht man in ein seitliches Gebaeude in den ersten Stock und dort zu einem der vielen Schalter. Nachmittags ist hier bestimmt die Hoelle los. Aber um die Zeit waren es gerade einmal eine Handvoll Touristen. Nach 2 Minuten war die Sache erledigt.

Auf der anderen Seite wurde die kleine Gruppe schon von einem sehr freundlichen Khmer begruesst. Irgendwie hatte ich schon schlimmsten Beschiss erwartet. Aber um es gleich vorweg zu nehmen. Da hatte ich mich ganz schoen getaeuscht.

Im Zug hatte ich 2 Spanier kennen gelernt und da wir das selbe Reiseziel hatten beschlossen wir uns ein Taxi zu teilen. Wir erklaerten das wir nach Siem Reap wollten, aber vorher noch etwas essen und kurz ausruhen. Kein Problem, er wuerde auf uns warten.

Zuerst mal das Visum fuer Kambodscha bekommen

Wenn man ueber die Grenze kommt fuehlt man sich ein kleines bisschen wie in Las Vegas. Ein wildes durcheinander von Menschen, Autos, Tuk Tuks, Motorbikes und jede Menge Neon Lichter.

Der erste Gang fuert zum Visa Office. Auch hier war ausser den 2 Spaniern, dem Chinesen und mir niemand. Scheinbar ist es eine ziemlich gute Zeit erst so spaet Abends anzukommen. Im Visa Office bekamen wir gleich Formulare in die Hand gedrueckt die wir auszufuellen hatten. Die benoetigten 2 Fotos hatte ich natuerlich nicht dabei. Macht aber nichts, der freundliche Grenzbeamte zog das Passfoto eines x-beliebigen Touristen aus der Tasche, verlangte 800 Bath und meinen Pass. Das alles uebergab er dann einem anderen Beamten an einem Schalter, und ich sollte Platz nehmen und warten. Ein bisschen seltsam war mir in dem Augenblick schon zu Mute. Aber wird schon gut gehen.

Waehrend meiner Wartezeit fragte mich der Beamte dann nach etwas Geld fuer die Kaffeekasse. Ich hab ihm 100 Bath gegeben und er war zufrieden. Eigentlich hatte ich ja nicht vor Bestechungsgelder zu zahlen, aber wenn man gerade an der Grenze sitzt, seinen Pass nicht in der Hand hat und auf die Beamten angewiesen ist kann man sich das auch mal anders ueberlegen ;-)

Ein paar Minuten spaeter hatte ich meinen Pass mit eingeklebtem Visum fuer Kambodscha in der Hand. Alles gut gegangen.

Spaeter haben mir die beiden Spanier erzaehlt das sie ebenfalls 800 Bath fuer ihr Visum gezahlt haben. Auf das Geld fuer die Kaffeekasse haben sie allerdings verzichtet. Ihnen war aufgefallen das der Beamte nur dann nach Trinkgeld fragt wenn der ebenfalls anwesende hoehere Beamte gerade in eine andere Richtung schaut.

Und jetzt weiter zur naechsten Kontrollstelle. Auch hier wieder Formulare ausfuellen und am Schalter abgeben. Hier wurde mein Pass sehr genau unter die Lupe genommen, ich wurde fotografiert und von jedem Finger wurden Fingerabdruecke genommen. Ob mich der Grenzbeamte ueberhaupt wahr genomen hat kann ich nicht genau sagen. Er hatte seine Kopfhoerer voll aufgedreht und wippte zu Khmer Sound hin und her.

Nach 2 Minuten war aber auch das erledigt und ich kriegte noch einen zusaetzlichen Stempel in meinen Pass. Dann raus aus dem Haeuschen und weiter zum naechsten Beamten, der quasi direkt vor der Tuer stand. Er wollte eigentlich nur sehen ob man ueberhaupt einen Pass hat. Kontrolliert hat er nicht wirklich.

Geschafft. Jetzt bin ich endlich in Kambodscha angekommen und gespannt wie es weiter geht.

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