Bangkok Tag 1 – Proteste und erste Erkundungen

Die erste Nacht in Bangkok war schneller vorbei als erwartet. So um 6 Uhr morgens war ich wieder hellwach. Und das an einem Sonntag. In Deutschland koennte mir das garantiert nicht passieren. Zumindest nicht das ich „schon wach“ bin.

Sollte jemals jemand behauptet haben das Bangkok nie schlaeft, der war noch nie an einem Sonntag morgen um diese Zeit unterwegs. Klar, ein paar Leute sind schon unterwegs, aber zu tun gibt es um diese Zeit noch nicht viel. Noch nicht einmal die Souvenierverkaufer sind da. Die fangen Sonntags erst gegen 7 – halb  an Ihren Tand aufzubauen. Waere ich nicht hungrig und haette gigantische Lust auf einen richtigen Bohnenkaffee dann koennte ich die Stille sogar geniessen.

Hungrig und hundemuede macht die Situation aber nicht ganz so viel Spass wie man glauben koennte. Aber ich musste ja nicht lang warten. Ein paar hundert Meter weiter auf der Sukhumvit Road habe ich dann einen Laden gefunden. Holys Coffe, eine Art Asiatischer Starbucks. Dort gibt es richtig leckeren Kaffee, sogar mit Kunstwerken im Milchschaum, dazu einen Double Choclate Muffin und eine Zigarette auf der Terasse. Ich bin gewappnet fuer den ersten Tag.

Aber erst nochmal eine kleine Muetze Schlaf, dann werde ich sehen was der Tag so bringt.

Erste Erkundungen in Bangkok

Wie immer wenn ich mich irgendwo nicht wirklich auskenne nehme ich erst einmal einen Weg den ich auch locker wieder zurueck finden kann. Im Fall der Sukhumvit ist das auch wirklich nicht schwer. Die einzelnen Seitenstrassen sind mit Nummern versehen, meistens haben die kleineren noch einen Zusatz. Bei meinem Hotel war es die Sukhumvit Soi 11/1. Die Sois (Seitenstrassen) sind – wie in Deutschland auch – nicht fortlaufend auf einer Strassenseite nummeriert sondern immer in 2er Schritte. Beginnend mit der Sukhumvit Soi 1, Soi 3, Soi 5 usw. Dawischen jeweils die kleineren Strassen.

Proteste in Bangkok live

Gar nicht weit von meinem Hotel, an einer Kreuzung auf der Hoehe der Sukhumvit 32 finden die Proteste statt. Nur vollkommen anders als ich es erwatet habe. Anders als bei den Protesten in Kamboscha geht es hier darum die angeblich korrupte (aber demokratisch gewaehlte) Regierung abzuloesen. Eigentlich erwartete ich auf wuetende Menschenmassen zu treffen, jede Menge Militaer und auch den einen oder anderen Stein der seinen Weg auf einen Stahlhelm sucht.

Aber nichts dergleichen. Es gleicht mehr dem Konzert oder einem Singer Songwriter Contest. Eine riesige Buehne, Leinwaende, laute Musik und ueberall Essensstaende und Protest-Zubehoer-Verkaufer. Trillerpreifen, Sticker, Fahnen und sonstige Dinge die Laerm machen oder zumindest den Unwillen gegenueber der Regierung ausdruecken. Bzw. eigentlich nicht gegen die Regierung sondern fuer Thailand. Die Thais verfuegen eben ueber einen sehr ausgepraegten Nationalstolz.

Auch Tshirts mit dem Aufdruck „Shutdown Bangkok“ sieht man an allen Ecken und Enden. Viele Tuk Tuk fahrer, Verkaeufer und alle moeglichen Leute tragen diese Tshirts. Am 13ten Februar soll es so weit sein.

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